Über Chia

Chiasamen  –

als Monoprodukt und Produkte mit Chia-Samen

 

Chia samen

 

Was ist Chia?  –  Botanik, Ursprung und Geschichte

Die Chia-Pflanze (Salvia Hispanica) ist ein Lippenblütler und gehört zur Familie der Salbeigewächse. Ihre Samen wurden u.a. bei den Maya und Azteken über ca. 4000 Jahre nicht nur als Grundnahrungsmittel verzehrt, sondern aufgrund ihrer besonderen Wirkung auch intensiv für kultische Zwecke verwendet. Dies zusammen bewirkte, dass die Spanier im Zuge ihrer Eroberungen in Mittel- und Südamerika den Chia-Anbau verboten.

Chia überlebte nur in einem entlegenen und unwegsamen Gebiet Mexikos, wo es von einem Supermarathon-Läufer  (Christopher McDougall) und einem amerikanischen Agrarwissenschaftler (Dr. Wayne Coates)  Anfang der 1990er Jahre wieder entdeckt wurde. Über den Marathon-Läufer verbreiteten Chia-Samen sich schnell in der Sportwelt der USA (s. das Buch „Born to Run“), über Dr. Wayne Coates gelangten sie in die Welt der Ernährungswissenschaft.  Dr. Coates selbst bezeichnet  Chia-Samen als „Wunder“, weil er trotz intensiver Bemühung kein besseres Wort dafür findet, wie er selbst in seinem Buch „Chia – The Complete Guide to the Ultimate Superfood“ gesteht.

 

Chia-Samen in Europa

In Europa fallen Chia-Samen unter die Novel-Food-Verordnung, weil sie vor 1997 noch nicht importiert worden waren. Dem ersten Antrag auf Import wurde 2009 statt gegeben. Er stammte von einem irischen Bäcker und galt für 5 % Beimischung zu Brotprodukten. Der Bäcker versprach sich frisches und haltbares Brot von der Beimischung. Denn Chia bindet bis zum 12-fachen des Eigengewichts an Wasser und die vielen Antioxidanzien lassen es geeignet scheinen, sogar als Konservierungsmittel andere Speisen länger frisch zu halten.

Seit Ende Januar 2013 gilt eine erweiterte Genehmigung, die es gestattet, Chia-Samen zu 10 % in allen Backprodukten, in Frucht-, Saaten- und Nussmischungen zu verwenden, sowie sie als Monoprodukt anzubieten, wobei auf der Verpackung vermerkt sein muss, dass der tägliche Verzehr 15 g nicht übersteigen darf. In allen anderen Teilen der Welt ist der Verzehr unbeschränkt möglich.